Erklärung der Phasen & des Prozesses

Unser Eingewöhnungskonzept fußt auf ein elternbegleitetes, bindungsbezogenes Eingewöhnungsmodell, dem ,,Berliner Modell ", welches wir durch Erkenntnisse aus der ,,Emotionalen Erste Hilfe" von Thomas Harms und dem Achtsamkeitsdiskurs innerhalb unserer Kinderkrippe weiterentwickelt haben.
Sämtliche Schritte basieren auf den Werten ,, Orientierung, Sicherheit, Achtsamkeit, Wahrnehmung der Bedürfnisse ", um stabile Bindungsbeziehungen herzustellen und im Alltag zu leben. Unsere Eingewöhnungen dauern im Durchschnitt 6 bis 8 Wochen. So können wir gemeinsam eine achtsame, stabilisierende Eingewöhnung erfahren.
Erste Phase (3 Tage bis 1 Woche)
Ein Elternteil begleitet das Kind täglich für etwa eine Stunde in die Krippe. Das Kind kann die Räumlichkeiten frei erkunden, während der Elternteil ruhig im Hintergrund bleibt und als sichere Bezugsperson präsent ist. In dieser Zeit baut die Eingewöhnungspädagog:in Schritt für Schritt eine Beziehung zum Kind auf.
Zweite Phase (ca. 1–2 Wochen)
Das Kind spielt zunehmend mit der Eingewöhnungspädagog:in in den Gruppenräumen. Der Elternteil wartet währenddessen für etwa eine Stunde in der Garderobe und bleibt als sichere Bezugsperson in der Nähe. Sobald das Kind sich stabil fühlt und intensiv mit der Pädagog:in spielt, kann eine kurze Verabschiedung eingeführt werden.
Dritte Phase (ca. 4–5 Wochen)
In dieser Phase beginnen die ersten kurzen Verabschiedungen. Der Elternteil bringt das Kind in die Krippe, verabschiedet sich bewusst und verlässt für zunächst etwa 15 Minuten die Gruppe. Wenn sich das Kind dabei sicher fühlt, wird die Zeit schrittweise verlängert. Die Dauer wird individuell an das Tempo und die Bedürfnisse des Kindes angepasst.